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..... hier werden Sie fotografiert!



Herzlich willkommen zu einem äußerst interessanten Thema!

Darstellungen von nackten Körpern sind wohl eine der ältesten Kunstformen der Welt. Beschäftigt man sich eingehend damit stellt man schnell fest, dass die Darstellung eines nackten Körpers die oberste Form von Kunst ist – der Künstler hat nichts anderes als diesen Körper, Licht und im besten Fall noch eine schöne Location zur Verfügung. Aus diesen wenigen Attributen etwas künstlerisch Wertvolles zu erschaffen ist für mich wahre Kunst. Schaut man sich die alten griechischen, römischen, …… Skulpturen an stellt man schnell fest, dass es sich hier meist auch um nackte Menschen handelt. Jeder große Bildhauer hat in seiner Kariere mit Akt experimentiert und meist auch Erfolg damit gehabt.



Vielleicht war das damals auch ein Tabuthema mit dem man versucht hat Aufmerksamkeit zu erregen. Wir kennen heute nur noch die Ergebnisse und bewundern sie ohne sich Gedanken zu machen was der Künstler deswegen über sich ergehen lassen musste.

Die Kunst der Aktfotografie steckt derzeit aus vielen Gründen mitten in einem Dilemma. Wer daran schuld ist, lässt sich relativ leicht beantworten – Konsumenten und Erzeuger gleichermaßen, weil wenige zwischen Kunst und Porno unterscheiden können oder wollen  Seit dem der Konsum von Bilder und Videos mit FSK 18 Freigabe so einfach gemacht wurde ist auch die Produktion dieser Artikel extrem gestiegen – Angebot und Nachfrage! Diese Tatsache rückt alle die mit nackten Menschen arbeiten in das gleiche dubiose Licht. Dabei hat diese Form der Kunst (nennen wir es mal so) garantiert nichts mit der Kunst im eigentlichen Sinne zu tun – jeder soll machen was er mag bzw. was ihm gefällt! Für mich stand und steht bei der Aktfotografie immer der künstlerische Aspekt im Vordergrund.



Ich ging seit meinem ersten Aktshooting immer professionell und ohne mir über die Gedanken anderer klar zu sein, ans Werk. Bis eines Tags ein Bekannter gesagt hat, dass er gerne mal bei einem Shooting assistieren will. Er war so überzeugt, dass es sehr anregend sein muss eine nackte Frau fotografieren zu können. Solche Aussagen beschäftigen mich schon sehr und rücken mich auch in ein Licht unter dem ich nie stehen wollte. Es nur darum zu tun das man jemanden nackt vor sich stehen hat ist die falsche Einstellung – und es als anregend zu empfinden noch falscher!

Meine ersten Jahre als Fotograf habe ich bewusst nur bis höchstens Unterwäsche fotografiert. Ich hab mich bis dahin einfach nicht an das Thema getraut. Doch irgendwann war es an der Zeit sich in die Oberliga zu wagen. Dies wollte ich nicht einfach mal versuchen sondern hab einen Workshop besucht der sich „Skulpturale Darstellung eines Körpers“ nannte – er war als Akt Workshop ausgeschrieben in dem es nicht zwangsläufig um die Nacktheit geht. Meine Erwartungen an diesen Workshop waren dementsprechend groß. Die erste kleine Enttäuschung stellte sich schon beim Betreten das Studios ein, von den 12 Teilnehmern waren abgesehen von den zwei Frauen und dem einen anderen Kollegen der zum ersten Mal einen Akt Workshop besucht hat noch 8 „Fotografen“ die regelmäßig diese Art Workshops besuchen und offensichtlich kein anderes Interesse verfolgten als das Model endlich nackt zu sehen. Wir schossen in den 4 Stunden insgesamt 4 Sets. Der Workshop Leiter stellte jedes Set genau vor (die Ideen waren wirklich immer gut), die 8 „Fotografen“ versuchten aus der Idee die Accessoires und Klamotten (es war ohnehin nicht viel) wegzudiskutieren – nach einem Kompromiss mit dem sie offensichtlich nicht ganz zufrieden waren kam die einzige Anweisung des Workshop Leiters „F 13 – 1/200“ Für die meisten Teilnehmer war diese Info schon genug, immerhin ging es ja nur um die Fotos der nackten Frau und weniger um das wie man in dem Bereich richtig fotografiert, auf was man achten muss und wie man mit dem Model umgeht. Trotz all dem bin ich mit meinen Leistungen zufrieden und hab aus dem Workshop mitgenommen, dass es in der Fotografie schön ist Leute zu haben die dir weiter helfen können, es aber viel spannender ist dir deine eigenen Tricks zu erarbeiten.




Trotz oder vielleicht gerade wegen der negativen Meinungen gibt es über dieses Thema auch sehr viele positive Dinge zu erzählen.

Bedenkt man wie vielen Leuten man mit solchen Fotos eine rießen Freude macht. Nicht nur denen die sich fotografieren lassen sondern auch denen die die Bilder geschenkt bekommen. Dieser Gedanke und die Tatsache, dass man künstlerisch wertvolle Arbeit geleistet hat mit der die fotografierte und beschenkte Person völlig zufrieden ist beflügelt auf jeden Fall dran zu bleiben.



Die Aktfotografie ist auch für ein Model eine ganz spannende Erfahrung, nicht nur weil das Modell keine Kleidung trägt. Nein, vielmehr weil es nichts dabei hat um sich dahinter zu „verstecken“! Es gibt nichts was vom Model ablenkt, es zählen einzig und alleine die Posen und der Ausdruck. So gesehen ist die Aktfotografie eine der ehrlichsten Formen der Fotografie.




Akt ist auch eine äußerst vielseitige Art der Fotografie – auch wenn es viele nicht glauben können – ein ästhetisches Aktfoto kann und sollte man im Studio, Oudoor, bei Tag & Nacht, bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang machen. Diese Art von Bildern eignet sich ganz besonders um den Betrachter neugierig zu machen, sich die Bilder lange anzusehen. Akt ist nicht gleich Nackt! Gerade nicht alles zeigen zu müssen macht für viele den Reiz an der Aktfotografie aus und fesselt den Betrachter noch viel mehr. Oft ist das was man sieht und das was man sich darunter vorstellt was völlig unterschiedliches. Ein gutes Aktfoto soll dem Betrachter die Möglichkeit geben, die Geschichte die hinter dem Foto steckt zu erkenne.



Die moderne Aktfotografie lebt auch teilweise von und mit der Anonymität der Models. Man traut sich eher sich nackt vor einem Fotografen zu stellen wenn man nicht gleich auf den ersten Blick erkannt wird. 


Den Vorteil den wir Fotografen im Vergleich zu Bildhauern haben nutzen wir natürlich aus um uns davon zu unterscheiden. Wir können unseren Kunstwerken mit Licht und Schatten eine ganz besondere Note verleihen.

 


Abgesehen von klassischen Schwarz/Weiß Aufnahmen arbeite ich auch sehr gerne mit Farben. Bunt ist nicht jedermanns Sache, aber muss man genau das alles haben was andere auch haben? Es ist definitiv was, was nicht jeder zu Hause hängen hat.




Nach der etwas härteren anonymen und sehr oft auf den Körper oder teilweise extremen Posen bezogenen Variante hab ich in den letzten Jahren auch die romantische Art der Aktfotografie kennen und schätzen gelernt. Der Bonus dieser Art ist das man hier sehr gute die Umgebung und somit das gewohnte Umfeld des Models mit einbauen kann. In den eigenen 4 Wänden fühlt man sich immer viel wohler und die Fotos bekommen noch eine zusätzliche persönliche Note.  Dies Art Fotos ist eines der besten Geschenke die man sich wünschen kann.



Das Spiel mit Licht, Schatten und Unschärfe ist ein Instrument das anderem Künstlern teilweise nicht zur Verfügung steht. Dazu kommt noch die Möglichkeit der Nachbearbeitung mit Bildbearbeitungssoftware so kann man aus nahezu gleichen Bildern sehr unterschiedliche Ergebnisse und Stimmungen erzielen.



Die Frage nach dem „warum ich Akt fotografiere“ wird sich wohl mit diesem Artikel nicht vollständig aufgeklärt haben. Sicher werden auch die Fragen danach nicht verstummen! Jedoch antworte ich seit länger Zeit schon nur mehr mit „Weil ich es kann“. Zugegeben, das ist keine adäquate Antwort, aber sie macht Spaß!

Ich denke trotz allem sprechen meine Bilder für sich, ich versuche die Bilder nicht plump aussehen zu lassen. Mein Bestreben ist den Reiz der Nacktheit zu bewahren und trotzdem niemals zu viel vom Model zu zeigen. Den Bildern und dem Zuspruch zufolge gelingt mir das ziemlich gut.

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